Huchenfieber

Alle Jahre wieder…….

 Es herrschten optimale Bedingungen, der Fluss floss ruhig dahin, der Wasserstand war gerade recht, es lag Schnee und die ersten Sonnenstrahlen erreichten schon den Talboden.


Alfred wusste es, heute ist mein Tag. Schon seit Jahren ging er in jedem Winter auf Huchenfang. Leider war ihm bisher kein großer Fisch ins Netz gegangen, nur kleine Jungfische. Ausgestattet mit einem neuen großen Unterfänger und selbstgebundenen Streamern, die im Sonnenlicht silbrig funkelten, begann Alfred seinen Fischertag.


Er hatte seinen Köder ausgeworfen, kurz gewartet, damit er auch richtig absinken konnte, dann begann er die Schnur einzuholen. Alfred hatte gerade erst ein paar Meter Schnur eingeholt, als er den Anbiss spürte. Blitzschnell setzte er den Anhieb und der Fisch war gehakt. Kaum spürte der Fisch einen Widerstand begann er wegzuschwimmen. Das musste aber ein großer Bursche sein, nach dem Widerstand, den er leistete. Alfred kämpfte schon mehr als 5 Minuten, ohne dass er seinen Fisch zu Gesicht bekommen hätte. Endlich, als es ihm gelungen war, ihn in seichteres Wasser zu drillen, konnte er einen großen dunklen Schatten von mehr als einem Meter erkennen. Alfred`s Herz pochte wie wild, als er plötzlich sanft geschüttelt wurde und eine Stimme sagte:

„Guten Morgen, aufstehen, das Frühstück ist fertig und ein Petri Heil.“

Brigitte Gamperl